Begriffsklärung

Eine kleine Einführung in die Kinesiologie 

Die Vorsilbe „Kin“ stammt aus dem griechischen und bedeutet Bewegung.

Kinesiologie ist also die Lehre von der Bewegung. Und Bewegung ist das Tor zum Lernen.

Kinesiologie

Die Kinesiologie ist relativ neu. In manchen Büchern wird sie als junger Baum mit alten Wurzeln bezeichnet. Die Anfänge entwickelten sich in den 60er Jahren. Sie ist eine Kombination aus traditioneller chinesischer Medizin, aus der Chiropraktik, Bewegungs- und Ernährungslehre, sowie der Akupressur. Sie wird immer noch weiter entwickelt, so dass ständig neue Anwendungsbereiche hinzukommen. Dadurch bietet die Kinesiologie ein sehr breites Anwendungsspektrum.

Bewegung

Bewegung – und damit Leben – bedeutet Veränderung, Verschiebung, Anforderung. Das wiederum ist verbunden mit Herausforderung, Träumen und Zielen. Das Thema Veränderung ist von großer Bedeutung, denn es ist eigentlich nicht möglich, sich nicht zu verändern. Dennoch haben viele Menschen große Probleme mit Veränderungen.

Blockierte Bewegung

Wenn uns das, was wir uns vornehmen, also unsere Träume und Ziele, zu schwierig erscheint, wir nicht so recht wissen, wie wir sie erreichen können, welchen Schritt wir als erstes tun müssen, wagen wir uns vielleicht gar nicht an den ersten Schritt heran. Oder wir gehen ihn und merken, dass wir straucheln oder stolpern. Dann bleiben wir lieber stehen oder gehen sogar zurück. Mitunter kann das auch sinnvoll sein. Wenn wir jedoch nicht wieder in die Bewegung kommen, sind wir blockiert. Blockiert in unserem Tun, blockiert in unserem Denken. Erst wenn wir uns wieder bewegen, können wir wieder einen Schritt machen.

Durch Bewegung können wir die Blockade lösen und uns auf unser Ziel zu bewegen.

Die Kinesiologie hilft uns, wieder in Bewegung zu kommen.

Bewegung ist wichtig für die geistige, körperliche und seelische Entwicklung. Diese drei Bereiche sollten auch nach Möglichkeit in Balance/im Gleichgewicht sein. Im Idealfall bilden sie ein gleichseitiges Dreieck.

Durch Bewegungslosigkeit in einem dieser drei Bereiche verändert sich diese Seite, wird stärker oder schwächer. Dadurch verändern sich logischerweise auch die anderen beiden Bereiche. Damit wird auch deutlich, dass bei Symptomen auf einer Seite auch die anderen Bereiche beachtet werden sollten. Aus diesem Grund ist auch ein ganzheitlicher Ansatz bei allen Heilungs- und Entwicklungsprozessen sinnvoll.

Text: Dagmar Steffan

 

Der Muskeltest

Der Muskeltest ist quasi das „Handwerkszeug“.

Alles, was wir jemals erlebt haben, alle Eindrücke, alle Erfahrungen, sind in unseren Zellen gespeichert. Unser ganzer Körper besteht aus Zellen – auch unsere Muskeln. Deshalb kann ein einzelner  Muskel Auskunft geben über Ängste, Stressfaktoren und Blockaden, die tief in unserem Körper und unserem Unterbewusstsein eingelagert sind. Viele dieser "Erinnerungen" sind uns gar nicht bewusst.

Forscher gehen davon aus, das unser Gehirn pro Sekunde ca. 400 Milliarden Bits verarbeitet – davon jedoch bewusst nur ca. 2000 Bits. Das heißt, das Unterbewusstsein verarbeitet pro Sekunde 200 Millionen mal mehr Informationen als der bewusste Verstand. Kaum zu glauben, aber ich denke, dadurch wird klar, dass weit mehr unser Denken und Handeln beeinflusst als uns bewusst ist.

Mit dem Muskeltest können wir diese "Erinnerungen" aufspüren. Denn alles, was einen Stress auslöst schwächt unseren Muskel. Beispiel: wenn ich eine schöne Nachricht  erhalte (Lottogewinn), freue ich mich, ich springe auf, reiße jubelnd die Arme hoch, springe und tanze – alle Muskeln sind aktiv, sie sind stark. Erhalte ich aber eine schlechte Nachricht (jemand, der mir nahe steht, hatte einen Unfall) bekomme ich weiche Knie, die Schultern fallen herunter, ich sacke zusammen – alle Muskeln sind schwach, sie stehen unter Stress.

Der Muskeltest ist quasi ein "Biofeedback" des Körpers und spiegelt die momentane Situation wider.

Es wird also unterschieden zwischen einem haltenden und einem nachgebenden Muskel. Bei einem haltenden Muskel kann man von frei fließender Energie ausgehen, bei einem nachgebenden Muskel von blockierter Energie. Beide Informationen sind wichtig, haben nichts mit Schwäche zu tun und sind lediglich als Information zu verstehen.

Text: Dagmar Steffan

 

Wem hilft die Kinesiologie?

Im Prinzip jedem. Vielleicht kann man sagen: jedem, der sich etwas Gutes tun möchte.

Kinesiologie dient der Gesundheitsvorsorge, der Begleitung in verschiedenen Lebenssituationen, kann hilfreich sein bei Entwicklungsprozessen unterschiedlichster Art, die oft mit Entscheidungen verbunden sind.

Kinesiologie hilft bei Lernproblemen, bei Konzentrationsproblemen und kann Denk- und Lernblockaden auflösen.

Sie bietet auch die Möglichkeit im körperlichen Bereich zu arbeiten, also mit den Muskeln sowohl zur Entspannung, als auch zur Stärkung oder zur Verbesserung der Beweglichkeit. Auch bei Fehlhaltungen sind Korrekturen möglich. Bei allen körperlichen Beschwerden ist aber in jedem Fall auch der Arztbesuch notwendig.

Text: Dagmar Steffan